Grundlagen des online Reputation Management
In meinem ersten Beitrag zum Thema Online Reputationsmanagement (ORM) habe ich ja schon darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es für Privatpersonen und Firmen ist dieses mit SEO zu verbessern. Im zweiten Artikel wurden einige Maßnahmen aufgezeigt, mit deren Hilfe eine Einzelperson seine Reputation im Internet verbessern bzw. beeinflussen kann. Jedoch sind in den vorangegangenen Beiträgen die Grundlagen des ORM nicht ausführlich genug behandelt worden und deshalb möchte ich das mit diesem Beitrag nachholen.
Was ist Online Reputation Management?
Im Internet hat jeder Mensch, jede Firma und auch jedes Produkt einen Ruf - dieser kann positiv aber auch negativ sein. Beim Online Reputation Management (kurz: ORM) werden verschiedene Techniken verwendet, die dazu dienen diesen Ruf zu überprüfen und gegebenenfalls zu verwalten / beeinflussen. Dies beinhaltet dann eine Überprüfung von Suchergebnissen, Foren und Blogs auf Meinungen zu Ihreren Firma / Produkten bzw. auf Ihren Namen.
Warum sollten Sie auf ein ORM Wert legen?
Beispiel Firma: Das Internet spielt mittlerweile ein große Rolle bei der Kaufentscheidung und bevor man sich zu der Anschaffung eines Produktes entschließt, informiert man sich umfangreich online über dieses. Diese Produktbewertungen aus dem Internet spielen dann bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle. Beispiel aus den USA: Hier wurden von einem Blogger die technischen Spezifikationen eines neuen Ford Modells veröffentlicht, darauf hin zogen viele Kunden die schon getätigten Bestellungen des aktuellen Modells zurück, um auf das neue verbesserte Modell zu warten. Der Verkaufserfolg eines neuen Produktes ist sehr stark an dessen Reputation im Internet gekoppelt, mit schlechten Bewertungen bleibt die Nachfrage auf das Produkt meist aus. Mit einem Dienstleistungsangebot verhält es sich identisch. Hat die Dienstleistung einer Firma einen schlechten Ruf im Internet, so bleiben die Anrufe der potentiellen Neukunden meist aus.
Beispiel Privatperson: Sie möchten sich auf einen neuen gut bezahlten Job bewerben, dann sollte klar sein das mittlerweile 30% aller Personalchefs die Namen der Bewerber in eine Suchmaschine eingeben, um sich Anhand der Ergebnisse einen ersten Eindruck über den potentiellen Mitarbeiter zu verschaffen. Welche Auswirkungen eine schlechte Internet Reputation dann hat, sollte wohl jedem klar sein. Bekommt der Bewerber dann die Chance auf ein Vorstellungsgespräch, das wäre wohl schon ein kleines Wunder. Aber auch wer sich in einer festen und scheinbar gesicherten Anstellung befindet, der sollte sich sorgen um seinen Ruf im Internet machen. Denn mittlerweile wird in US-Großunternehmen (hier Studie kostenlos anfordern) jeder zehnte Mitarbeiter aufgrund von Äußerungen im Internet entlassen. Kurze Anmerkung zur Studie: Die Studie wurde von einem Hersteller für E-Mail Sicherheitslösungen in Auftrag gegeben und bei dieser wurden 308 US-Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiter befragt. Deshalb sollte man die Ergebnisse der Studie nicht überbewerten, aber dennoch vorsichtig bei den Äußerungen im Internet sein.
Wie können Sie Ihre Online Reputation überwachen?
Suchmaschinen sind wohl die wichtigste Quelle zur Überwachung Ihrer Reputation. Nutzen Sie die folgenden Suchdienste für eine Recherche nach Name, Firma oder Produkt.
Blogs gewinnen immer mehr an Einfluss, über die unten aufgeführten Dienste können Sie die Blogosphäre durchsuchen.
News-Dienste zeigen schnell auf ob es derzeit aktuelle Meldungen zu Ihrer Firma oder deren Produkte gibt.
Tipp: Nutzen Sie die Möglichkeiten eines News-Alert um sich per Mail, passend zu Ihren überwachten Begriffen, informieren zu lassen.
Was kann bei einem negativen Ergebnis unternommen werden?
Die folgenden Maßnahmen können Ihren Ruf zwar nicht wieder vollständig herstellen, jedoch kann mit diesen der Schaden begrenzt werden und Sie geben Ihnen die Möglichkeit sich zu der negativen Publikation zu äußern.
- Blog: Schreiben Sie den Blogbetreiber / Blogger an und lassen Sie ihn wissen wie Ihre Sicht der Dinge ist oder verfassen Sie einen Kommentar mit einer Gegendarstellung in dem Blogpost.
- Forum: Registrieren Sie sich im Forum und schreiben Sie eine Gegendarstellung.
- Statische Webseite: Nutzen Sie die Möglichkeit mit den Betreiber der Webseite in Kontakt zu tretten und versuchen Sie ihn davon zu überzeugen das negative Feedback zu entfernen bzw. korrigieren.
Jedoch die beste Möglichkeit sich gegen einen schlechten Ruf im Internet zu schützen, ist das erstellen von positiven / neutralen Webseiten zu Ihrer Person oder Firma. Diese sollten dann von einem SEO vor den negativen Ergebnissen in den Suchmaschinen platziert werden. Sind die ersten 30 Suchergebnisse mit von Ihnen erstellten Webseiten belegt, dann kann davon ausgegangen werden das Sie Ihre Online Reputation unter Kontrolle haben.
Weitere Beiträge zum Thema:
- Unternehmensreputation mit einem Firmenblog
- Online Reputation Management für Einzelpersonen
- Reputation Management mit SEO
Kommentare
3 Kommentare zu “Grundlagen des online Reputation Management”
Schreibe einen Kommentar













[…] Januar hat Sven Geppert sein Blog gestartet. Aufmerksam bin ich durch seinen Beitrag zu Grundlagen des online Reputation Management geworden. Dieser Bereich wird für jeden Internetnutzer persönlich wie für jedes […]
[…] “Beginner Guide” oder im SEO-Blog von Sven Geppert eine ausführlich Beschreibung in deutsch. Viel […]
Tolle Beschreibung des Themas ORM. Dieses sollten vor allem Unternehmen in Zukunft wirklich ernst nehmen. Google weiß alles.