Neue Datenfreigabeeinstellungen bei Analytics

Diese Woche wurde bei Google Analytics in der Beta Version ein neues Feature in den Kundenaccounts eingespielt, womit es nun dem User möglich sein soll über eine Benchmark und Datenfreigabe die Performance der eigenen Webseite mit dem Branchendurchschnitt zu vergleichen. Die Einstellungen für diese Datenfreigabeeinstellungen können nur vom Admin des Konto bearbeitet werden und aktuell stehen zwei Möglichkeiten der Einstellung zur Auswahl. Einmal die Freigabe nur für Google Produkte oder die wohl interessantere Variante, die anonyme Freigabe für die Google Produkte inklusive der Nutzung des Benchmarking Service. Sie können die Freigabe Ihrer Daten aber auch ablehnen.

Konto- und Datenfreigabeeinstellungen bei Analytics bearbeiten 

Nach der Datenfreigabe wird die Seite dann gecrawlt und in eine passende Kategorie eingeordnet. Hier wird wohl eine ähnliche Technologie eingesetzt wie bei Adsense, über die Google ja schon erfolgreich die Inhalte / Themen der Webseiten bestimmt. Sind die Daten nun erfasst, werden diese in verschiedenen Konten anonymisiert dargestellt und folgende Faktoren werden zum Vergleich herangezogen: Besuche, PageViews, Seiten pro Besuch, Absprungrate, durchschnittliche Verweildauer und der prozentuale Anteil an neuen Besuchern. Jedoch soll es noch ca. 2 Wochen dauern bis man die ersten Ergebnisse in seinem Analytics Account bewundern kann.

Besonders interessant werden wohl die Ergebnisse des Benchmarking Service sein, danach sollte man schon einige Rückschlüsse über die Qualität seiner Webseite gegenüber der direkten Konkurrenz treffen können. Ich für meinen Teil habe einen Account frei gegeben und bin schon auf die ersten Ergebnisse gespannt, welche mir der Benchmarking Service hoffentlich bald liefert.

Interessant finde ich das von Michael Arrington schon eine dritte Variante der Datenfreigabe vorgeschlagen wurde: alle Analytics Daten öffentlich zu teilen, dies ohne Einschränkung und ohne Anonymität. Seiner Meinung nach würde diese dritte Option auf eine große Nachfrage stoßen, da eine Vielzahl der Startups sowieso sehr freizügig mit Ihren Daten umgeht, um damit ihren Nutzern aufzeigen wie gut bzw. erfolgreich Sie sich schon im Markt etabliert haben. Jedoch denke ich einmal das eine solche Transparenz in Deutschland nicht denkbar wäre.

Wie weit würdet Ihr bei der Datenfreigabe gehen bzw. gebt Ihr eure Konton überhaupt frei und bestehen bei euch irgendwelche bedenken bezüglich der Anonymität?  

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Kommentare

2 Kommentare zu “Neue Datenfreigabeeinstellungen bei Analytics”

  1. Chris am 12 März 2008

    Da bin ich mal auf die Ergebnisse des Benchmarks gespannt! Hab meine Seiten nur für den Benchmark freigegeben. Inwiefern die Freigabe für Googleprodukte Sinn macht bzw. datenschutzrechtlich relevant ist, weiß ich noch nicht. Ein bisschen Paranoia wg. Adsense ist natürlich auch mit dabei ;) Werd erstmal die FAQ zur Datenfreigabe durchlesen und dann weitersehen.

  2. Robert am 13 März 2008

    Naja, don’t be evil musste ja schon für viele Rechtfertigungen her halten. Ich würde die Datenweitergabe so eng nicht sehen, bleibt sowieso inhouse. Wenn Google also die AdSense-Infos nicht will, dafür aber die Analytics-Daten -> kann sich jeder denken. Also wer hier zittert, sollte mal Analytics verabschieden…
    Da das Prinzip nur dann funktioniert, wenn vergleichbare Seiten verglichen werden, bin ich vor allem auf die Vergleichmaßstäbde sowie die Aussagekraft dazu gespannt.

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